Großer Schweizer Sennenhund


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Warum Papiere?

Welpen



Ja, was sind Papiere und wozu sind sie gut?
Wichtig ist, das die Ahnentafel über einem den VDH/FCI angeschlossenen Verein
ausgestellt wurde und somit als Nachweis einer kontrollierten Zucht dient.

Ich züchte im SSV, weil ich nicht nur Sennenhunde vermehren möchte, sondern
weil es mir wichtig ist, möglichst gesunde Welpen ins Leben zu holen,
und daran interessiert bin, die Rasse gesund zu erhalten.
Dazu gehört, auf rassetypische Krankheiten, wie HD, OCD, Katarakt und Epilepsie zu achten.
Wir Züchter im SSV unterliegen einer strengen, aber nötigen Zuchtordnung.
Hunde die zur Zucht zugelassen werden, müssen vorher HD und OCD geröngt sein,
es müssen zwei Ausstellungen besucht werden, um zu sehen, dass der Hund dem
Rassestandard entspricht und keine Zuchtausschließenden Fehler, die bei der Welpenabnahme
noch nicht sichtbar waren, hat.
Ebenso ist eine Augenuntersuchung Pflicht, die im Alter von vier Jahren wiederholt werden muß.
Sind diese Kriterien erfüllt, kann der Hund zur, vom SSV durchgeführten Körung, angemeldet werden.
Auch dort wird der Hund nochmals, wie auf einer Ausstellung, überprüft
und eine Zuchttauglichkeitsliste erstellt, damit man bei der späteren Verpaarungsplanung
keine Hunde verpaart werden, wo z.B. die selben unerwünschte Eigenschaften vorhanden sind.
Auch wird ein Verhaltenstest durchgeführt, damit nur wesensfeste Hunde in die Zucht gelangen.

Die Verpaarungen selbst werden über eine Datenbank, in die nur Vereinsmitglieder einsehen können, gemacht. Hier werden unter anderem, die Zuchtwerte der Hunde festgehalten und in regelmäßigen updates aktualisiert, damit die vorgeschriebenen Grenzwerte nicht überschritten werden.
Nur so kann man in der Zucht eingeschlichene Erbkrankheiten möglicht weit ausschließen.

Wer im SSV züchten möchte, braucht auch einen Zwingernamen, der vom VDH/FCI geschütz wird.
Unser Zuchtwart überprüft die Zuchtstätte nach Tauglichkeit, damit auch gewährleistet ist, das die Welpen in angemessenen Räumlichkeiten gehalten und aufgezogen werden.
Wir Züchter müssen regelmäßig Züchterseminare besuchen und diese auch vor Zuchtbeginn vorweisen.

Sie sehen, die kontrollierte Zucht ist mit vielen Mühen und Kosten verbunden, leider aber auch mit manchen
Rückschlägen, wenn der Hund dann doch plötzlich aus der Zucht ausscheidet.
Diese schmerzliche Erfahrung habe ich mit Costa und Bantje auch machen müssen.
Aber ein verantwortungsbewußter Züchter nimmt diese Schläge, der Rasse zu Liebe, in Kauf.
Somit sind meine Zwei jetzt "nur" noch Familienhunde und dürfen selbstverständlich bei mir bleiben.
Hundezucht sollte ein Hobby sein und bleiben.
Hunde sollten nicht für kommerzielle Zwecke ausgebeutet und wahllos verpaart werden, denn
jeder Welpenkäufer möchte einen fröhlichen, gut sozialisierten und gesunden Welpen kaufen.
Deshalb sehe ich es als wichtig an, Aufklärung zu betreiben und kann nur jedem raten, gut zu schauen
und zu überlegen, wo er seinen Welpen kauft.





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